Waldbaden – Shinrin yoku

Was ist Waldbaden?

Waldbaden stammt aus Japan, wo es Shinrin Yoku genannt wird. Wörtlich übersetzt bedeutet das so viel wie „Baden in der Waldatmosphäre“ und das ist tatsächlich wörtlich gemeint. Im Wald badest du nämlich in Aromastoffen.

Wer gerne im Wald verweilt, weiß, dass so ein Besuch unendlich gut tut: Körper und Geist werden ruhig, die Seele tankt Kraft.

Die positive Wirkung des Waldes auf Körper, Geist und Seele ist sogar durch unzählige Studien belegt. In Japan regte 1982 die staaatliche Forstbehörde erstmal regelmäßige Waldbesuche zur Förderung der Gesundheit an. Seit 2012 gibt es an japanischen Universitäten sogar einen eigenen Forschungszweig, die „Waldmedizin“.

Waldbaden ist weit mehr als ein Spaziergang, oder eigentlich ist es weniger – weniger Bewegung, mehr Spüren nämlich.

Das Wandeln auf weichen Pfaden, durch das Nadel- und Blättermeer, Innehalten und Atmen.

Achtsamkeit. Das macht ein Bad im Wald aus.

Wirkung Waldbaden

Dem Aufenthalt im Wald werden unzählige positive Eigenschaften zugeschrieben, die auf die in der Waldluft enthaltenen Terpene zurückzuführen sind. Das sind ätherische Botenstoffe, die von den Bäumen ausgesandt werden.

„Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht.“

Knut Hamsun

Wald & körperliche Gesundheit

Die würzige Waldluft aktiviert unser Immunsystem. Wir produzieren mehr Killerzellen, die uns vor Infekten schützen. Ein Tag im Wald steigert den Anteil unserer Killerzellen um bis zu 40%. Dieser Effekt hält sogar bis zu zwei Wochen an.

Aber auch unser Blutdruck wird gesenkt, der Puls beruhigt sich, der Stoffwechsel wird ausgeglichen.

Zusammengefasst wirkt Waldbaden auf unseren Körper wie folgt:

  • Krebs Prävention
  • Diabetes Prävention
  • Senkung Blutdruck
  • Stärkung Immunsystem
  • Senkung Herzinfarktrisiko
  • Unterstützung der Regeneration / Genesung

Wald & Wohlbefinden

Im Wald kommst du zur Ruhe. Die Luft, die Stimmen der Tiere, die unzähligen Facetten des Grüns, der weiche Boden,… Betrittst du den Wald, betrittst du eine Oase der Ruhe. Sofort wirst du locker, kannst deine Schultern sinken lassen, dein Blick wird weich. Deine Atmung wird tief und ruhig – durch kannst richtig durchatmen.

Dein Parasympathikus, der Teil deines Nervensystems, der für Ruhe und Entspannung zuständig ist, wird aktiv.

Das Waldbaden wirkt wie folgt auf dein Wohlbefinden:

  • Stressabbau
  • Bournout Prävention
  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Wut verraucht
  • Milderung von Depressionen
  • Milderung von Angstzuständen
  • geistiger Ausgleich

So nimmst du ein Bad im Wald

Ich möchte dir gerne eine kleine Achtsamkeitsübung mit auf deinen nächsten Besuch im Wald geben:

Halte inne.
Schließ‘ deine Augen.
Schnuppere in die Luft.

Lege deine Hand auf die Rinde eines Baums.
Spüre seine Wärme, deine Kraft.
Spüre, wie deine Füße fest am Boden stehen.
Wie du mit der Erde verbunden bist, wie dieser Baum.
Nimm seinen ruhigen Energiefluss in dir auf.

Wähle jeden deiner Schritte mit Bedacht.
Vernimm die Geräusche, wenn deine Fußsohle und dein Gewicht die trockenen Blätter und Nadeln knirschen lässt.
Höre auf die Stimmen der Vögel.
Spüre den Hauch des Windes, der dich umspielt.

Atme durch.
Sei frei!

Waldbaden als Coaching Werkzeug

Für mich ist der Wald ein Kraftort. Er ist ein Ort der Inspiration, der Freude und der inneren Weiterentwicklung.

Wann immer es stimmig ist, nutze ich den Wald als Ort eines Trainings. Er hilft mir, dich zu unterstützen. Er gibt dir Klarheit und lässt dich besser ins Spüren kommen.