Loslassen & Heilen

Heute Nacht habe ich intensiv geträumt. Die Meditationen, die ich gestern Abend zum Thema „Loslassen & Heilen“ angeleitet habe, haben in mir nachgearbeitet.

Ihr kennt bestimmt klassische Angstträume von Versagen, vom Urteil anderer. Solche Träume, bei denen der Alp schwer auf deiner Brust sitzt und du wie gelähmt mit der Traumhandlung mitgehen musst. Solche Träume besuchen mich in einer bestimmten Variation immer mal wieder mit dem Grundthema: „Das schaffe ich nicht, was werden die anderen denken, das wird peinlich für mich, sie werden über mich urteilen.“
Viel Wut schwingt mit, dass mir meine Traummitreisenden so wenig zutrauen, wo ich doch eigentlich alles schaffen kann, was ich will und gleichzeitig nichts schaffen muss. Trotzdem macht mich das Urteil der anderen so sehr betroffen, dass der Alp fest sitzt.

Besonders die Meditation zur inneren Reinigung, Abgrenzung und Anzapfung der inneren Urkraft, die ich selbst geschrieben habe, hat gestern beim Meditationsabend etwas in mir in Bewegung gebracht:
Der Traum heute Nacht begann klassisch mit einer Situation, die ich nicht meistern könnte, mit Personen rundum, die das nicht sehen sollten. Angst, Scham und Wut begannen sich in mir zu formieren wie ein Sturm in meiner Brust.

Dann ein Atemzug,
ein Innehalten und
das Hinterfragen aus meiner inneren Urquelle der Kraft heraus:

„Was bringt es mir, wenn ich mir die Möglichkeit raube, es zu versuchen? Was bringt es mir, wenn ich mir die kindliche Neugierde und Freude an etwas Neuem nehme? – Natürlich werde ich es nicht schaffen, wenn ich so verkrampft bin.“

Und da war die Gewissheit, dass ich nun frei bin von der Angst des Beurteiltwerdens.
Ich habe mich im Traum vor allen anderen mit Freude an der Sache versucht, vor der ich Angst hatte. Ich habe es nicht geschafft und trotzdem glücklich aus meinem Inneren heraus gegluckst – und es noch mal versucht.
Die Traumgestalten haben mich dafür bewundert.

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