Veganer Marillenkuchen

glutenfrei | histaminfrei | vegan

Zutaten

  • 300g Reismehl
  • 150g Kokosblütenzucker / Zucker
  • 1 TL Natron
  • 75g gehackte Kürbiskerne
  • 3 EL Apfelmus (als Eiersatz)
  • 4 EL Kokosöl
  • 1/2 TL Vanille
  • 250ml Haferdrink
  • ca. 500g Marillen

Zubereitung

  1. Mehl mit Zucker, Natron, gehackten Kürbiskernen und Vanille vermengen.
  2. Kokosöl und Haferdrink dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Ein Kuchenblech oder Kuchenform (bei Springform ca. 26cm Durchmesser) mit Kokosöl einfetten.
  4. Teig in die Form geben und glattstreichen.
  5. Die gewaschenen, abgetrockneten Marillen halbieren und die Hälften mit der Schnittfläche nach oben auf dem Teig verteilen.
  6. Kuchen im vorgeheizten Backrohr bei 180°C für ca. 40min backen.
    Der Kuchen ist fertig, wenn du ihn mit einem Holzstäbchen anstichst und nichts kleben bleibt.
  7. Abkühlen lassen und ev. mit Staubzucker bestreuen.

Achtsamkeitsübung „Sich spüren“

Sich spüren ebnet den Weg zu sich selbst. Wenn du dich spürst, kannst du deine Bedürfnisse erkennen und vor allem anerkennen.

Im Alltag fällt das Sich spüren nicht immer leicht – wir hetzen von einem Termin zum anderen, versuchen, möglichst viele Rollen gleichzeitig zu erfüllen und jedem gerecht zu werden. Dass wir damit oft unsere eigenen Grenzen überschreiten und uns zu viel abverlangen, spüren wir erst, wenn unser Körper Symptome zeigt.

Seele und Körper stehen nämlich in direkter Korrelation zueinander: Verkümmert deine Seele – auch für kurze Zeit situationsbedingt – spiegelt dein Körper das. Diesen Zusammenhang nennt man Embodiment.

Übergehst du permanent deine Bedürfnisse und bist du immer gestresst, ist unter anderem die Aktivität deines Immunsystems herabgesetzt und du wirst leichter krank.

Das soll nicht so sein und genau deshalb habe ich dir eine alltagstaugliche Achtsamkeitsübung zusammengestellt, die dir dabei hilft, dich wahrzunehmen.

Sich spüren

Anleitung

⭐️ Setz dich aufrecht hin, schließ‘ deine Augen und lege sanft deine Hände auf deinen Bauch.

⭐️ Atme ruhig ein und aus. Lass deinen Atem in deinen Bauch fließen.

⭐️ Spüre, wie dein Bauch sich mit deinem Atem hebt und senkt.
Spüre, wie deine Kleidung sich an deinen Bauch schmiegt: Sitzt sie fest, oder locker?
Was verändert sich beim Aus- bzw. beim Einatmen?
Fühlst die Temperatur – ist dir warm oder kalt?
Sind manche Hautstellen an deinem Bauch vielleicht wärmer als andere?
Kribbelt, oder juckt es?…
Beschreibe deine Sinneseindrücke für dich so genau wie möglich.

⭐️ Lenke deine Aufmerksamkeit nun in deinen Bauch hinein.
Spüre, wie dein Atem von innen deine Bauchdecke hebt und senkt.
Gurgelt dein Magen oder Darm?
Ist dir innerlich kalt oder warm?
Welche Farbe ordnest du deinem Bauch zu?
Was fühlt sich besonders angenehm an?…
Beschreibe deine Sinneseindrücke wieder bewusst detailliert.

⭐️ Nimm alles achtsam wahr. Alles darf sein, so wie es ist. Bewerte nicht.

⭐️ Spüre allem nach, und wenn du so weit bist, öffne wieder deine Augen und komm‘ zurück ins Außen.

Schreib mir doch, wie die Übung für dich war!

Karotten-Kartoffel-Cremesuppe

glutenfrei | histaminarm | vegan

Zutaten

  • 1 Bund Karotten
  • 3 große Kartoffeln
  • 2 EL Kokosöl
  • 1/2 Dose Kokosmilch
  • ca. 700ml Wasser
  • Salz
  • 5 Zweige (Zitronen-)Thymian
  • 1/2 TL Kümmel
  • 1/2 TL Schwarzkümmel
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 TL Galgant
  • frische Thymianblätter und 1 handvoll Macadamia gehackt als Topping

Zubereitung

  1. Gemüse kleinschneiden und mit Kümmel und Schwarzkümmel in Kokosöl anschwitzen.
  2. Thymianzweige dazugeben, mit Wasser aufgießen, salzen.
  3. Thymianzweige entfernen und Suppe zusammen mit der Kokosmilch pürieren.
  4. Mit Ingwer und Galgant und eventuell noch etwas Salz würzen.
  5. Mit frischen Thymianblättern und gehackten Macadamia garnieren.

Internationaler Anti-Diät-Tag 2019

Iss doch endlich wieder entspannt!

Der 6. Mai ist für mich einer der wichtigsten Tage im Jahr. Der Tag wurde 1992 als Internationaler Anti-Diät-Tag (International No Diet Day) von der britischen Autorin und Aktionistin Mary Evans Young initiiert. Das Abwenden vom Diätwahn war ihr eine Herzensangelegenheit: Sie litt selbst lange genug an Magersucht und wollte andere Frauen dabei unterstützen, endlich wieder normal zu essen.

Der Bedarf an diesem Tag ist groß:

  • 92% der deutschen Frauen sind unzufrieden mit ihrem Körper.
  • 90% aller Diäten scheitern.
  • 83% nehmen nach einer Diät innerhalb von zwei Jahren mehr zu als sie abgenommen hatten.
  • Diäten führen zu einem angespannten Essverhalten.
  • Orthorexie, die übermäßige Beschäftigung mit der Qualität von Lebensmitteln ist auf dem Vormarsch.
  • Essen dient als Trost und Ersatzbefriedigung.

Wir verwenden unsäglich viel Zeit darauf, uns zu mit anderen zu vergleich, einem (fiktiven) Schönheitsideal hinterher zu hecheln, das uns Soziale Medien, Zeitschriften und die Werbeindustrie vorsetzen. Wir essen nur nach unserem Kopf – er bestimmt, wie viel wovon wann in die Futterluke reindarf und vor allem, was nicht.

Wir sind einer ständigen Rundumbeschallung ausgesetzt, was denn nun gesund und was ungesund für uns wäre und welchen Lifestyle wir zu verfolgen hätten, um schön und glücklich zu werden.

Gesunde Ernährung?

Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen, Studien auf ihre Aussagekraft, Relevanz und Seriösität zu untersuchen, haben herausgefunden, dass es keinen einzigen Beweis dafür gibt, was denn nun eine gesunde Ernährung ausmacht. Dabei werden tagtäglich 250 neue Ernährungsstudien veröffentlicht.

„Es gibt keine Beweise für gesunde Ernährung […]. Die Märchenstunde von schlank-machendem Essen, das vor Krankheiten und Alterung schützt ist endgültig vorbei.“

Ernährungswissenschaftler Uwe Knop

Die Studien widersprechen sich ja sogar in Abhängigkeit vom gewünschten Ergebnis, aber auch in Abhängigkeit vom Sponsor der Untersuchungen. Die meisten dubiosen Ernährungsstudien stammen übrigens aus den USA.

Jede is(s)t anders

Ernährung ist aber auch unendlich individuell. Vorausgesetzt, du bist kein eineiiger Zwilling, gibt es im gesamten Universum nur ein einziges Individuum, mit deinem Chromosomenbausatz – dich. Du bist absolut einzigartig!

„Was diese Konzepte [Diäten] allerdings zu 99% außer Acht lassen, ist die Frage, wie das, was wir da essen sollen, uns überhaupt bekommt.“

Ernährungswissenschaftler Thomas Frankenbach

So einzigartig ist auch das, was dir gut tut. Nur dein Körper kann dir sagen, was dir bekommt und was nicht. Er zeigt dir, wann er mit Nahrung versorgt werden will und wann es genug ist. So pendelt er sich auf dem für dich genetisch bestimmten Idealgewicht ein.

Aufruf zu mehr Selbstliebe und Akzeptanz

Mary Evans Young kämpft seit 1992 vehement dafür, dass Frauen sich endlich aus der quälenden Diätspirale befreien.

Internationaler Anti-Diät-Tag – dazu dient er:

  • die Vielfalt von natürlichen Größen- und Gewichtsunterschieden zu würdigen,
  • Schönheitsideale kritisch zu hinterfragen,
  • Aktionen gegen Diskriminierung von Übergewichtigen und Fettsüchtigen zu setzen,
  • Aufklärungsarbeit zu den physischen und psychischen Gesundheitsgefahren und zur Unwirksamkeit von Diäten und Diätprodukten zu leisten,
  • einen Zusammenhang zwischen Diäten und Gewalt gegen Frauen aufzuzeigen,
  • den Opfern der Adipositaschirurgie zu gedenken.

Lasst uns also an diesem Tag innehalten und tief in uns hineinspüren.
Esst wenigstens einen Tag lang achtsam und bewusst das, worauf ihr wirklich Hunger habt.
Betrachtet euch zumindest an diesem einen Tag im Spiegel und sagt euch: „Ich liebe dich!“

Quellen:
American Journal of Public Health
Deutsche Ärztezeitung
Contemporary Food Lab
Journal Psychological Science
Journal American Psychologist
British Medical Journal


Summ-Meditation

Jede Situation, jede Seelenlage braucht ihre eigene Meditation.

Mal kann das stilles sitzen und die Konzentration auf den Atem sein, mal ein Visualisieren, oder das Singen eines Mantras. Die Fülle an Meditationen ist schier unendlich.

Heute möchte ich dir eine besondere Meditation vorstellen:

Die Summ-Meditation

Diese Meditation stammt aus Tibet. Sie ist eine perfekte Praxis für Meditationsbeginner – du lässt das Summen einfach fließen, bis es dich ausfüllt und du dich verbunden mit dem Sein fühlst.

Wirkungsweise

  • erholsam
  • ordnet Zellstruktur neu
  • entspannt Körper und Geist
  • beruhigend
  • kann den Blutdruck senken
  • harmonisierend, ausgleichend
  • hilft gegen Kopfschmerzen und Migräne

Die Summ-Meditation ist für alle geeignet, die sich müde, erschöpft oder gestresst fühlen.
Sie unterstützt aber auch Schwangere bei der Geburtsvorbereitung: Das gleichförmige Summen intensiviert die Bindung zum Kind. Es erzeugt ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Die Atmung der werdenden Mutter wird tiefer, mehr Sauerstoff gelangt zum Kind, der Blutdruck sinkt und Stress wird abgebaut. Das Kind hört den ruhigeren Herzschlag der Mutter und fühlt sich wohl.

Anleitung

Die Meditation ist in zwei Phasen aufgeteilt. Die Augen sind durchgehend geschlossen. Dein Magen sollte möglichst leer sein.Phase

1. Phase: 30 Minuten lautes, tiefes Summen

Setz dich bequem auf den Boden, auf dein Meditationskissen oder einen Stuhl. Halte deinen Rücken aufrecht. Leg deine Hände mit den Handflächen nach oben auf deinen Oberschenkeln oder Knien ab. Atme einmal tief durch und schließe deine Augen.

Halte deine Lippen sanft geschlossen. Bei jedem Ausatmen erzeuge einen tiefen Summton aus deinem Nabelzentrum heraus. Summe so tief, so lange und so laut wie möglich und bleib dabei locker.

Fühle, wie die Schwingungen des Summens nach und nach deinen gesamten Körper erfüllen. Das Summen passiert bald ganz von alleine – du bist zu einem stillen Beobachter geworden.

2. Phase: 15 Minuten stilles Nachspüren

Halte deine Augen weiterhin geschlossen. Bleib sitzen oder lege dich auf den Rücken – wie es sich für dich richtig anfühlt. Spüre noch einige Minuten der stillen, glücklichen Stimmung nach.

Wenn Gedanken kommen, lass sie kommen und gehen. Bewerte sie nicht, bleibe Beobachter.

In dieser einen Sekunde bin ich okay

Es gibt Zeiten, in denen es schwer ist, zur Ruhe zu kommen. Es gibt Tage, die mental so beanspruchend sind, dass das Unterbewusstsein zum Schutz am liebsten auf bestimmte Verhaltensmuster zurückgreifen würde.

Solche Verhaltensmuster entwickeln sich über Jahre. Sie sind ein Ventil, um Druck abzulassen und sie machen für einen kurzen Moment alle Probleme vergessen.

Für viele von uns ist ein solches Muster Essen – auch für mich. Während der akuten Zeit meiner Essstörung dachte ich, Essen wäre meine einzige Möglichkeit zu vergessen, mich nicht mehr zu spüren, mich nicht mit meinen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Ich stopfte Essen in mein inneres emotionales Loch.

So regelmäßig, wie ich aus emotionalen Gründen aß, so zuverlässig verzweifelt, schuldig und noch mehr gebeutelt fühlte ich mich nach einem Essanfall. Mein emotionales Loch wuchs noch mehr an, anstatt dass es vom Essen gestopft wurde.

Nie wäre ich damals auf die Idee gekommen, einmal in mich hineinzuspüren. Zu spüren, wie es meinem Körper vor dem Fressanfall ging. Ich dachte einzig und allein daran, wie schwer mein Leben wäre, wie ungerecht jemand mit mir umging, wie unwürdig, dumm und schlecht ich sei. Ich steckte fest in der Spirale aus dunklen Gedanken. Blieb in emotional geladenen Situationen des Alltags hängen, wälzte sie hin und her, ließ sie jeden Raum in mir einnehmen. Ich suhlte mich in meinem Elend und wandelte im Jammertal.

Heute habe ich meine Essstörung überwunden. Trotzdem: Wenn ich über einen längerem Zeitraum extremem emotionalem Stress ausgesetzt bin, melden sich diese alten Muster. Es meldet sich der Essensdrang. Das ist das Bedürfnis sich ohne Hunger zu überessen.

Der Unterschied zu damals besteht darin, dass ich dieses Muster jetzt als solches wahrnehme. Ich kann innehalten, in mich hinein spüren und feststellen:

In dieser einen Sekunde bin ich okay.
In diesem einen Moment bin ich in Ordnung.

Es zählt nicht, was vorher passiert ist und was nachher sein könnte. In diesem einen Augenblick tut mir nichts weh, mir fügt niemand ein Leid zu, mir mangelt es an nichts – ich bin okay.

Mentalübung

Halte inne und spüre in dich hinein:

  • Fühlst du einen körperlichen Schmerz und wenn ja, hat er tatsächlich etwas mit deinem seelischen Schmerz zu tun?
  • Wo in deinem Körper sitzt das Gefühl, dass dein altes Muster auszulösen versucht?
  • Beschreibe es so detailliert wie möglich – welche Farbe, Form, Temperatur hat es; ist es groß, klein, locker, fes; wie schwer ist es?
  • Wie verändert es sich durch dein Hinfühlen?

Verweile so einen kurzen Augenblick. Du wirst feststellen, dass deine Situation längst nicht so auswegslos ist, wie du angenommen hast: In dieser einen Sekunde bist du okay.